Elektro- und Hybridfahrzeuge unterscheiden sich technisch deutlich von klassischen Verbrennern. Nach einem Unfall gelten daher besondere Regeln bei Sicherheit, Gutachten und Reparatur. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, worauf Sie achten müssen – und warum hier besondere Vorsicht geboten ist.
Hochvolttechnik: Unsichtbare Gefahr nach dem Unfall
E-Autos und Hybride verfügen über Hochvoltbatterien mit mehreren hundert Volt Spannung. Nach einem Unfall können folgende Risiken bestehen:
- beschädigte Batteriemodule
- Kurzschlüsse
- Brand- oder Explosionsgefahr
- verzögerte Folgeschäden
Viele Schäden sind äußerlich nicht sichtbar, machen das Fahrzeug aber nicht verkehrssicher.
Warum ein spezielles Gutachten besonders wichtig ist
Ein Unfallgutachten bei E-Fahrzeugen umfasst mehr als Karosserieschäden:
- Prüfung der Hochvoltbatterie
- Messung elektrischer Sicherheit
- Bewertung von Kühl- und Schutzsystemen
- Einschätzung möglicher Folgeschäden
Nicht jede Werkstatt und nicht jeder Gutachter ist hierfür qualifiziert – Erfahrung ist entscheidend.
Reparatur oder Totalschaden?
Bei E-Autos führen schon kleinere Beschädigungen an der Batterie oft zu:
- sehr hohen Reparaturkosten
- langen Standzeiten
- wirtschaftlichem Totalschaden
Ein unabhängiges Gutachten stellt sicher, dass der Schaden korrekt bewertet wird und Sie nicht benachteiligt werden.
Versicherung & Nutzungsausfall bei E-Fahrzeugen
Besonderheiten bei der Regulierung:
- längere Reparaturzeiten
- eingeschränkte Werkstattauswahl
- Diskussionen über Nutzungsausfall oder Ersatzfahrzeug
- höhere Restwertunterschiede
Gerade hier ist eine saubere Dokumentation entscheidend für eine faire Entschädigung.
Fazit
Unfälle mit E-Autos oder Hybriden erfordern besonderes Fachwissen. Lassen Sie Ihr Fahrzeug niemals vorschnell weiter nutzen und bestehen Sie auf ein qualifiziertes, unabhängiges Gutachten. Nur so lassen sich Sicherheitsrisiken und finanzielle Nachteile zuverlässig vermeiden.